Formel 1-Geschichte von Österreich

Dieses Jahr findet bereits zum 27 Mal das Rennen der Königsklasse in Österreich statt. Grund genug sich die Geschichte der Formel 1 in Spielberg und die Entwicklung der Rennstrecke genauer anzusehen.

Im Jahr 1963 wurde erstmalig der „Große Preis von Österreich“ am Militärflugplatz in Zeltweg ausgetragen. Diesen gewann Jack Brabham – Jochen Rindt fiel beim ersten Rennen in Österreich mit einem Motorschaden aus. In diesem Jahr hatte die Veranstaltung noch keinen Weltmeisterschaftsstatus. Dies änderte sich jedoch bereits im kommenden Jahr und zählte ab diesem Zeitpunkt zur Automobil-Weltmeisterschaft der FIA.

Die Strecke in Zeltweg hatte eine Länge von 3,2 Kilometer, dadurch mussten die Fahrer 105 Runden absolvieren, um die Renndistanz zu erreichen. Den Rundenrekord mit einer Zeit von 1:10,56 stellte Dan Gurney für das Brabham-Team auf.

Österreichring

1969 wurde schließlich der Österreichring in Spielberg fertiggestellt, auf welcher zwischen den Jahren 1970 und 1987 regelmäßig Formel 1-Rennen stattfanden. Die damalige Rennstrecke lag nur 2000 Meter von der Strecke in Zeltweg entfernt und hatte eine Länge von rund sechs Kilometer. Im Gegensatz zu heute gab es auf dem damaligen Kurs weder Auslaufzonen, noch waren viele Sicherheitsmaßnahmen vorhanden. Daher war die Rennstrecke nicht nur eine Herausforderung für die Fahrer, die Geschwindigkeiten von über 300 km/h erreichten, sondern zugleich auch eine Mutprobe. Genau aus diesem Grund war der Österreichring bei den Rennfahrern und den Zuschauern so beliebt. Im Jahr 1974 waren über 150.00 Zuschauer in Spielberg um sich die Königsklasse anzusehen. Besonders bekannt war die „Bosch-Kurve“ in welcher sich über die Jahre hinweg zahlreiche schwere Unfälle ereigneten.  

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Nach dem tödlichen Unfall von Mark Donohue am 17. August 1975 wurde die Highspeed-Strecke, welche zwischenzeitlich als schnellste Formel-1-Strecke galt, durch den Einbau einer Schikane (die berühmte Hella-Light-Schikane) entschärft. Dadurch wurde sie auf 5,942 Kilometer verlängert und die Fahrer mussten statt 60 nur noch 52 bis 54 Runden absolvieren. Auf diesem umgebauten Hochgeschwindigkeitskurs erzielte Nigel Mansell im Jahr 1987 den Rennrundenrekord von 1:28:318.

Nach der schweren Massenkollision und zwei Rennabbrüchen 1987 wurde die Strecke in Spielberg für zehn Jahre aus dem Formel 1-Kalender genommen.

A1-Ring

Durch einen gewaltigen Umbau in Spielberg wurde die Rennstrecke nicht nur verbreitert, sondern auch Auslaufzonen wurden durch die Verengung von Kurven errichtet.

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Nach der Fertigstellung wies die Rennstrecke nur noch eine Länge von 4,319 Kilometer auf. Außerdem wurde der Kurs in Spielberg umbenannt und hieß ab diesem Zeitpunkt „A1-Ring“. Aufgrund der zahlreichen Veränderungen kam die Formel 1 zurück nach Österreich und fuhr von 1997 bis 2003 wieder den Großen Preis von Österreich. Durch ein EU-weites Tabakwerbeverbot pausierte die Königklasse im Folgejahr erneut und das gesamte Areal wurde an Dietrich Mateschitz verkauft, welcher im Jahr 2004 mit erneuten Umbauarbeiten begann. Diese scheiterten jedoch nach nur kurzer Zeit aufgrund einer negativen Umweltverträglichkeitsprüfung und das Projekt stand jahrelang still.

RedBull Ring

Erst am 15. Mai 2011 wurde die Rennstrecke unter dem neuen Namen „RedBull Ring“ neu eröffnet.

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Nur drei Jahre später am 22. Juni 2014 heizten die Formel 1-Boliden am RedBull Ring wieder ein und sorgten für ein atemberaubendes Comeback in Österreich. Seid diesem Wochenende kommt die Königsklasse nun wieder jährlich nach Spielberg und kämpft beim Großen Preis von Österreich um den Sieg.

Der wohl bekannteste und einzige Österreicher, der bei seinem Heim Grand Prix gewinnen konnte, war Niki Lauda, welcher leider kürzlich die Motorsportwelt für immer verlassen hat. Neben ihm konnten Fahrer wie Ronnie Peterson, Mika Häkkinen, David Coulthard, Michael Schuhmacher und Max Verstappen als erster über die Ziellinie fahren. Der Rekordsieger in Spielberg heißt mit insgesamt drei Siegen beim Großen Preis von Österreich Alain Prost. Er gewann in den Jahren 1983, 1985 und 1986.

Es ist schön ein Teil dieser Geschichte zu sein

Uns als Österreichring-Sicherheitsstaffel ist es eine Freude, dass wir nun wieder für die Absicherung auf und neben der Rennstrecke sorgen dürfen."Besonders freut es uns, dass viele von uns die Veränderungen der Rennstrecke hautnah miterlebt haben und wir so ein Teil der Geschichte sind", so Sigi Kaltenegger (Präsident der Ö-Ring Staffel-Rennstreckensicherung). 

Für uns bedeutet die Formel 1 nicht nur monatelange Planung, sondern auch Schulungen und Ausrüstungen auf höchstem Niveau. Insgesamt haben wir bei dieser Veranstaltung täglich 225 Personen im Einsatz, die in verschiedensten Positionen eingesetzt werden. Neben den Flaggen- und Arbeitsposten haben wir S-Wägen für das schnelle Eingreifen bei Unfällen jeglicher Art im Einsatz. Zudem kommen noch unsere Boxenmannschaft, die Medical-Car-Fahrer und die Einsatzleitung im Race Control. Gemeinsam arbeiten wir Hand in Hand und können aufgrund unserer Erfahrungen und Schulungen eine großartige Arbeit leisten.

 

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