Learning by doing in Lebring

Am 2. Februar 2019 waren wir, als Österreichring-Sicherheitsstaffel zu Besuch in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring. Wie schon in der Vergangenheit nahmen wir an einer theoretischen, sowie praktischen Schulung teil, die extra für unsere Tätigkeiten und Anforderungen entworfen wurde.

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Unter dem Motto „Learning by doing“ startete der Tag um 9.00 Uhr. Neben 30 Personen der Sicherheitsstaffel, waren vier unserer S-Wägen mit Ausrüstung vor Ort. Der gesamte Tag wurde von speziell ausgebildetem Fachpersonal begleitet. Den Vormittag verbrachten wir in einem der Schulungsräume, wo wir die Theorie erfuhren und man uns über sämtliche Gefahren bei Bergungen, sowie Einsätzen informierte. Danach ging es weiter in einen Schauraum. Hier erklärte uns unser Begleiter  die Unterschiede und Einsatzgebiete der verschiedenen Feuerlöscher und Löschmittel.

Um 12.00 Uhr war Mittagspause. Im eigenen Speisesaal stärkten wir uns für die Praxis am Nachmittag. Danach adjustierten wir uns und verließen das Gebäude für die Übungen im Freien. Als erstes wurde uns der typische Ölbrand in der Küche vorgezeigt und die Folgen beim Versuch die Flammen mit Wasser zu löschen. Weiter ging es mit der Feuerlösch-Übung. Hierbei musste jeder von uns ein Feuer mit einem Handfeuerlöscher löschen. Anschließend wurden weitere Gefahren des Alltags präsentiert: Explodierende Haarspraydosen,  Lackdosen, etc. Durch diese Vorführungen kann man sich erst vorstellen, welche Wucht entstehen kann und was es bedeuten würde, wenn sich jemand in der unmittelbaren Umgebung ohne die Schutzvorrichtungen aufhalten würde.

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Der nächste Tagespunkt war die Rettung einer eingeklemmten Person in einem Fahrzeug. Bevor es losging bekamen wir vom Schulungspersonal noch einige Tipps zur Bergung und der Vorgehensweise. Danach zogen wir unsere Schutzkleidung (Helm, Handschuhe) an. Unsere feuerfesten Overalls wurden natürlich zur Gänze geschlossen, um optimal geschützt zu sein. Insgesamt musste wir bei dieser Praxisübung die Scheiben herausschneiden, den Fahrer stabilisieren, sehr viel Blech biegen, zur Seite drücken, herausziehen oder abschneiden. Hierfür sind unsere S-Wägen perfekt ausgerüstet und beinhalten alles, was wir für diese Bergungen benötigen. Während der Menschenrettung (hierbei handelte es sich um einen Dummy) bekamen wir immer wieder Tipps und uns wurde genau auf die Finger geschaut und Fehler sofort angesprochen und erläutert.

 

Als letzter Tagespunkt im Freien stand das Löschen eines Fahrzeugbrandes. Wobei in diesem Fall kein Fahrer im Auto saß und das KFZ im Vollbrand stand. Wie auf der Rennstrecke war der S-Wagen mit einer Zwei-Mann-Besetzung einige Meter entfernt platziert, sodass die Anfahrt ebenfalls Teil der Übung war. Bei Einsätzen in diesem Ausmaß muss der S-Wagen richtig abgestellt werden, damit weitere Einsatzfahrzeuge ungehindert zur Unfallstelle kommen. Bei dieser Löschübung ist nicht nur die Schnelligkeit unserer Leute sehr wichtig, sondern auch der richtige Ablauf und die perfekte Zusammenarbeit der Personen vor Ort. Daher müssen diese Schritte besprochen und vor Einsatzbeginn festgelegt werden (Was macht der Fahrer und was der Beifahrer?). Danach wir diesen Punkt ebenfalls souverän absolviert haben, ging es wieder zurück in den Schulungsraum, wo alle 30 anwesenden Personen der Österreichring-Sicherheitsstaffel eine Teilnahmebestätigung überreicht bekamen. Im Anschluss ging es für uns wieder Nachhause.

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An diesem Punkt möchten wir uns bei der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring für den wiederholt lehrreichen und interessanten Tag bedanken. Für uns ist es wichtig, dass wir optimal auf die Einsätze auf der Rennstrecke oder bei Rallyes vorbereitet sind. Durch diese jährliche Schulungsmöglichkeit wenden wir einen Großteil, der bereits erlernten Theorie in der Praxis an und sind noch besser auf die kommende Motorsportsaison vorbereitet.

Bei der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring handelt es sich um eine Ausbildungseinrichtung des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark. Vor Ort schulen hauptsächlich ehren- und hauptamtliche Mitglieder der Einsatzorganisationen. Hierbei zählen die meisten der lehrenden Personen zur steirischen Feuerwehr oder des Zivilschutzes.

Die angebotenen Ausbildungen der Schule nehmen vor allem Feuerwehrmitglieder und sämtliche österreichische Einsatzorganisationen in Anspruch. Neben der Theorie und den Praxisübungen finden auch Wettbewerbe statt. Außerdem handelt es sich um eine wichtige Prüfstelle für diverse Ausrüstungsgegenstände.

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